Jupiter, Uranus und Mond vom 10.01.2011

Die Gelegenheit zu diesem Foto wollte ich mich nicht entgehen lassen.
Das nächste Mal wird das wohl erst wieder 2034 möglich sein.
Leider wurde die Aufnahme durch recht dichten Hochnebel erschwert. Die Lichthöfe um Jupiter und Mond waren recht heftig.
Ich habe drei Aufnahmen unterschiedlicher Belichtung kombiniert und etwas an der Gradation gedreht.
Um den Mond hab ich einen Rest gelassen.

2*2=2 Beobachtungsbericht vom 18./19.07.2010

2 * 2 = 2…

Schönwetterkatastrophe und ich kann nicht unter dunklen Himmel…:-(
Also mal wieder das Beste aus dem Drama machen und den 12″er in der Innenstadt aufgebaut.
Ein fast farbloser Sonnenuntergang am Sonntagabend verspricht auch in der Stadt brauchbaren Himmel.
Der Mond ist zwar schon fast halb gefüllt, aber bereits so tief, dass er kaum stört.

Bewaffnet mit dem Stropek geht es zunächst in den Herkules.
Da gibts neben M13 und M92 ein paar kleine Galaxien die eventl. mit 12″ auch in der Stadt zu sehen sein könnten.
Als erstes Versuche ich mich an NGC 6137. Die Sichtung ist für mich mehr als fraglich.
Leider konnte ich im Netz noch nicht ausgiebig suchen und brauchbare Bilder zu dem Winzling finden.
Mein Eindruck war, dass es eine sehr kleine, stellare GX ist. Bei höhere Vergrößerung erscheint sie leicht länglich.
Das Seeing war allerdings nicht so dolle, sodass es auch ein verschmierter Stern sein könnte.
Vielleicht erkennt ja jemand an der Zeichnung etwas…ich nicht! :-)
Es geht weiter in den Norden des Herkules.
Als nächstes steht NG6239. Lt. Stopek bereits mit 4″ zu sehen…unter dunklem Himmel.
Die Position ist im Sucher sehr leicht zu finden. Steht die GX doch in einem schönen Ring aus recht hellen Sternen.
Allein dieser Anblick ist sehr reizvoll. In der Übersichtvergrößerung mit dem 22er Leica (70fach) ist an der Stelle keine Galaxie zu erkennen. Lediglich zwei Sterne. Erst ab 150fach erscheint einer der „Sterne“ länglich. 300 fach zeigt dann ein kleines, gemotteltes, schmales Oval. Bei dieser Vergrößerung scheint es mir, dass man zwei helle Kerne sehen kann, diese aber nicht sternförmig. Der Rechte (nördliche) ist etwas heller als der Linke.

Leider habe ich vergessen die Himmelsrichtung auf der Zeichnung zu markieren. Ein Vergleich mit dem DSS Bild bestätigt die Position eindeutig. Allerdings ist auf dem Bild nicht zu erkennen, dass es einen Helligkeitsunterschied im Kern gibt.


Ich habe den Bericht von Joe Roberts gefunden. Er hat die beiden Kerne nicht bestätigt.

Wer von euch hat die GX schon beobachtet und wie habt ihr diese wahrgenommen?

Im Stropek stolpere ich über NGC 6572. Dieser PN im Oph. ist sehr einfach zu finden. Im Sucher steht dieser als Spitze eines gleichschenkligen Dreieck zusammen mit zwei recht hellen Sternen. Bereits in der geringesten Vergrößerung ist er sehr auffällig aufgrund seiner fast grellen Farbe zu erkennen. Ein „Stern“ in einem wunderbaren Türkis und unglaublich hell. Im 10 Pentax  steht zusammen mit vier Sternen, welche ein Rechteck bilden wobei er eine Spitze bildet. Bei 150x ist dann deutlich ein Scheibchen zu erkennen.

Eine Verdopplung der Vergrößerung läßt den Rand an einer Seite etwas franzig aussehen und die Form erscheint leicht oval.

An einen Zentralstern ist nicht zu denken, der Nebel ist derartig hell.

Von Oph. zur Leier ist nicht weit. Ein kurzer Abstecher zu M57 muß sein. Dieser steht nun fast im Zenit. Aufgrund der tollen Durchsicht ist der Nebel ungewohnt hell und auch mit maximaler Vergrößerung zu beoabachten.

Das übersichtliche Sternbild hat neben diesem Prachtstück noch ein paar andere PNs zu bieten.
Einer davon ist NGC 6765 dieser befindet sich ganz in der Nähe von M56. Im Sucher ist die Position entlang einer Sternkette aus vier hellen Sternen schnell gefunden. Etwas oberhalb des letzen hellen Stern befindet sich ein Pärchen von schwächeren Sternen. Dort in der Nähe soll er sein. Von der Größe soll er etwa so groß sein wie Jupiter…150fach sollte ihn also als Scheibchen zeigen.

Er soll auch auf OIII reagieren…aber nicht bei dem Himmel. Der PN bleibt für Stadtastronomen wohl verborgen, schade.

Im Nachgang hab ich die Position nochmals überprüft. Möglicherweise war ich ein Stück zu weit südlich.
Die Uhr zeigt Montag 1.15Uhr und das Kopfkissen jammert laut. Zufrieden mit dem gesehenen und nicht-gesehenen gehe ich ins Bett.

Sonnensystem und Deepsky